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Archiv Mitteilungen

Joint statement, 20.11.25

Our organizations express their strongest condemnation following the conviction, on October 31, 2025, of Tunisian lawyer and former magistrate Ahmed Souab, who was sentenced to five years in prison and three years of administrative control by the Tunis First Instance Court.

Ahmed Souab, 68, was prosecuted under Tunisia’s anti-terrorism legislation on charges of “forming and organizing a terrorist group” and “spreading false information,” respectively under Organic Law No. 2015‑26 of 7 August 2015 and Decree‑Law No. 54 of 2022. 

Mr. Souab was tried in extremely brief proceedings — the hearing lasting less than ten minutes. He was not physically present at the hearing, having refused to appear by videoconference, a mode of appearance he considered incompatible with the proper exercise of his…

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Pressemitteilung, 17.11.2025

Der RAV zeigt sich erfreut, dass die Polizei für eine rechtswidrige Maßnahme im Rahmen der G20-Proteste 2017 in Hamburg verurteilt wurde. Das Verwaltungsgericht Potsdam hat die Kontrolle von Versammlungsteilnehmenden auf einer Raststätte nahe Berlin am 9. Juli 2017 für rechtswidrig erklärt. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Berufung abgelehnt hat, ist das Urteil vom 9. Dezember 2024 nun rechtskräftig.

Die Klägerin war gegen ihren Willen erkennungsdienstlich behandelt und ihre Daten mit mehreren Datenbanken abgeglichen worden. Sie wurde zusammen mit anderen drei Stunden in der prallen Sonne festgehalten. Sie vermutet, dass ihr Gepäck in ihrer Abwesenheit durchsucht wurde. Die Polizei hatte die Maßnahme zum einen damit begründet, dass die Reisenden als Zeug*innen für…

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Save the date: 12.-.14.6.2026 in Jena

Grenzen sind gezogen, Grenzen sind gemacht – im Leben und im Recht. Migration heißt praktisch, diese Grenzen zu überschreiten, sie zu hinterfragen und aufzulösen. Recht heißt auch, dem staatlichen Machtanspruch Grenzen zu setzen. Nicht nur Menschen, sondern auch Behörden und Gerichte übertreten Grenzen. Außengrenzen werden höher, die Pläne zum Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) verheißen nichts Gutes.

Es braucht Antworten. Und Haltung. Von uns allen.

Vom 12. bis 14. Juni 2026 (und damit pünktlich zum Start von GEAS) findet in Jena erstmals – längst überfällig – der anwaltliche Migrationsrechtstag statt.
Gemeinsam mit euch wollen wir die Entgrenzung unserer Gegenwart und Zukunft wagen. Diskutieren, wo Regeln kippen, wie Auslegung neue Wege öffnet und wo Gesellschaft und Recht…

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Gemeinsame Veranstaltung von RAV und Berliner Mieterverein, 27.11.25, Online

Die Diskussion um eine Reform des§ 5 WiStG und die bußgeldbewehrte Durchsetzung der Mietpreisbremse stellt erneut das Vergleichsmietensystem auf den Prüfstand: Vertreter:innen der Wohnungswirtschaft fordern eine Deregulierung der Bestandsmieten und stellen damit die ortsübliche Vergleichsmiete als zentrales Instrument des Mieter:innenschutzes in Frage. Medial wird argumentiert, niedrige Bestandsmieten behinderten die Umzugsmobilität und berücksichtigten nicht die einkommensstärkeren Haushalte. Der Abstand zwischen Bestands- und Angebotsmieten gilt als Gerechtigkeitsproblem, dem durch Anhebung der Bestandsmieten begegnet werden soll.

Berliner Mieterverein (BMV) und Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) möchten mit dieser Veranstaltung die rechtlichen, ökonomischen und…

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Gemeinsame Pressemitteilung von RAV, VDJ, NRV, DAV, djb vom 10.11.2025

Im August 2021 sah die ganze Welt, wie Afghaninnen und Afghanen in Panik am Flughafen Kabul nach Wegen suchten, das Land zu verlassen, während die Taliban die Macht übernahmen.

In Gefahr waren die, die ein demokratisches Afghanistan zusammen mit internationalen Partnern aufbauen wollten. Lehrerinnen und Lehrer, Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten, ehemalige Ortskräfte, Juristinnen und Juristen, Journalistinnen und Journalisten, die zusammen mit deutschen Partnerorganisationen arbeiteten, waren und sind in Gefahr.

Sie wurden nach intensiven Prüfungen unter anderem in die sogenannte Menschenrechtsliste, das sog. Überbrückungsprogramm und das Bundesaufnahmeprogramm aufgenommen. Sie erhielten eine Zusage, von Deutschland aufgenommen zu werden –  2.000 Menschen warten weiterhin seit…

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Pressemitteilung, 29.10.2025

Im Zusammenhang mit dem Rückgang der Zahlen von Asylbegehren hat Bundeskanzler Friedrich Merz vor einer Woche öffentlich von „diesem Problem im Stadtbild“ gesprochen, weswegen Bundesinnenminister Dobrindt dabei sei „jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.“ 

Diese Äußerung verknüpft ein angenommenes Erscheinungsbild des öffentlichen Raumes mit der Anwesenheit bestimmter Bevölkerungsgruppen, die ein zu beseitigendes Problem darstellten. Sie ist zutiefst rassistisch und untragbar für das Amt des Bundeskanzlers. Die Äußerung verletzt die Menschenwürde von Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die als „nicht-deutsch“, weil „nicht-weiß“ wahrgenommen werden, grenzt sie aus und fördert ein Klima, in dem rassistisch motivierte Anfeindungen, Übergriffe und…

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Offener Brief an die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses, 28.10.25

Wir, die Unterzeichner*innen, wenden uns mit diesem Offenen Brief und unseren Forderungen an die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses

Mit Antrag vom 02.07.2025 haben die Fraktionen der CDU und der SPD den Entwurf für ein Gesetz zur Reform des Berliner Polizei- und Ordnungsrechts und zur Änderung des Gesetzes zu Artikel 29 der Verfassung von Berlin (ASOG-E, Abgh-Drs. 19/2553) vorgelegt. 

Das wäre die zweite Novelle innerhalb kürzester Zeit. Sie ist nicht bloß ein Update polizeilicher Befugnisse. Der Gesetzesentwurf umfasst insgesamt 736 Seiten. Inhaltlich ermöglicht er u.a. automatisierte Superdatenbanken (§ 47a ASOG-E), Videoüberwachung und automatisierte Verhaltensmustererkennung an „kriminalitätsbelasteten Orten/gefährdeten Orten“ (§ 24e ASOG-E/§ 24 a ASOG-E) oder biometrische…

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Der RAV ruft zur Teilnahme an der Kundgebung auf.

Der Bruch des humanitären Völkerrechts muss sofort aufhören.

Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 bombardiert Israel Gaza. Es gibt zehntausende Tote, vor allem Frauen und Kinder. Krankenhäuser, Schulen, Stromnetze, Wasser- und Abwasseranlagen, die nach internationalem Recht geschützt sind, sind zerstört, die hygienischen Zustände sind katastrophal. Die Bevölkerung hungert und einen sicheren Ort für sie gibt es nicht mehr. Es herrscht unvorstellbares Leid, das vor allem die Zivilbevölkerung trifft.

Als Anwält*innenorganisation, die sich der Durchsetzung der Menschenrechte und des Völkerrechts verpflichtet fühlt, stehen wir auf der Seite der Zivilbevölkerung, die in dem Krieg zwischen der terroristisch-islamistischen Hamas und der rechtsradikalen Regierung Israels…

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Pressemitteilung der RAV-Regionalgruppe NRW, 4. September 2025

Nachdem die Polizei am Samstag, 30. August, gewaltsam die Demonstration „Rheinmetall entwaffnen” in Köln aufgelöst hat, sieht die RAV-Regionalgruppe NRW die dringende Notwendigkeit, an das hohe Gut der Versammlungsfreiheit zu erinnern und konkrete Maßnahmen, die die Polizei ergriffen hat, rechtlich einzuordnen.

„Dieser Polizeieinsatz war schlicht und ergreifend demokratiefeindlich. Die Auflösung der Demonstration war in keinem Fall verhältnismäßig und es bestanden nicht ansatzweise zureichende tatsächliche Gründe“, erklärt Anna Busl, Rechtsanwältin und Mitglied des RAV-Vorstands. Zu keinem Zeitpunkt sei es darum gegangen, die Versammlungsfreiheit zu gewährleisten, kritisiert Busl. „Nach dem Verbot des Protest-Camps durch die Polizei, das vom Oberverwaltungsgericht aufgehoben wurde, drängt…

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Mieter*innen und Anwält*innen tauschen sich weiter aus - 27.09.25, 15.00-18.00 Uhr

Eine Eigenbedarfskündigung ist für Mieter*innen zumeist eine Katastrophe. Ein wesentlicher Teil des Kampfes dagegen spielt sich früher oder später in einem gerichtlichen Verfahren ab, in der Regel von Anwält*innen begleitet. Wir wollen den im November 2024 begonnenen Erfahrungsaustausch zwischen aktiven Mieter*innen und Anwält*innen fortsetzen. 

Wann? 27. September 2025, 15:00 bis 18:00 Uhr

Wo? Aquarium (Südblock) am Kotti, Skalitzerstr. 6, 10999 Berlin

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RAV-Stellungnahme zum Referentenentwurf, 11.8.25

Verfasser: Dirk Siegfried, Rechtsanwalt und Notar, Berlin

Wir danken für die Gelegenheit zur Stellungnahme zu dem o.g. Gesetzentwurf, lehnen diesen jedoch in wesentlichen Punkten ab. Bereits der Titel ist irreführend: Der Entwurf geht erheblich über die Anforderungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts hinaus. In einigen Punkten widerspricht er ihnen sogar. Bei Umsetzung des Entwurfes würde das vom Bundesverfassungsgericht als  verfassungswidrig bewertete geltende Recht durch ebenfalls bzw. sogar erst recht verfassungswidrige Regelungen ersetzt. Im Einzelnen: 

1. Anerkennungssperre; § 1594 Absatz 5 BGB-E

Die in § 1594 Abs. 5 BGB-E vorgesehene Anerkennungssperre ist überflüssig und verfehlt. Sie schadet vielen Familien, bei denen ein "Wettlauf" um die rechtliche Vaterstellung nicht…

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Gemeinsame Pressemitteilung

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz, 
sehr geehrter Herr Vizekanzler Klingbeil,
sehr geehrter Herr Bundesminister des Innern Dobrindt,
sehr geehrte Frau Bundesministerin der Justiz Hubig,

der bekannt gewordene Referentenentwurf zur „Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit“ zeigt, dass die Bundesregierung massenhafte biometrische Überwachung sowie KI- gestützte „Superdatenbanken“ einführen möchte.

Konkret sieht der Entwurf zum einen vor, das gesamte öffentliche Internet, insbesondere also auch Social Media-Plattformen und öffentliche Chat-Gruppen, mit den biometrischen Daten gesuchter Personen abzugleichen. Bundeskriminalamt und Bundespolizei sollen diese Befugnis nicht nur zur Bekämpfung von Terrorismus erhalten, sondern als Standardmaßnahme für nahezu alle…

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Pressemitteilung, 30. Juli 2025

Der RAV begrüßt den Beschluss des Verwaltungsgerichts Leipzig von diesem Mittwoch, der die Abschiebung eines Mannes nach Afghanistan vorerst verbietet.

„Asylanträge müssen ordentlich geprüft werden, bevor Behörden durch Abschiebungen oder Abschiebegewahrsam Fakten schaffen”, erklärt dazu RAV-Mitglied Christoph Köhler im Namen der RAV-Regionalgruppe Ost. „Behörden wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge müssen sich an Gerichtsentscheidungen halten, das ist ein Kern von Rechtsstaatlichkeit”, erinnert der Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Migrationsrecht.

Hintergrund der neusten Entscheidung in einer Reihe von Abschiebeverfahren ist, dass in Sachsen drei afghanische Männer (mit Anordnung des Amtsgerichts Dresden vom 27.06.2025) in Ausreisegewahrsam genommen worden waren. Deren…

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Gemeinsame Pressemitteilung vom 11. Juli 2025

Wir verfolgen mit großer Sorge die kritische Situation von Maja T., die im Juni 2024 rechtswidrig von deutschen Behörden nach Ungarn ausgeliefert wurde und seitdem in Isolationshaft in Ungarn sitzt. Die menschenrechtswidrigen Bedingungen dieser Haft sind wiederholt skandalisiert worden, ohne dass dies zu einer Änderung geführt hätte. Maja T. ist gegen die Bedingungen ihrer Haft seit dem 5. Juni 2025 in einen Hungerstreik getreten und wurde vor kurzem in ein Haftkrankenhaus verlegt, der Gesundheitszustand von Maja T. ist enorm besorgniserregend.

Es ist allerhöchste Zeit, dass sich die Bundesregierung mit der Situation von Maja T. auseinandersetzt. Maja T. besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und muss sofort nach Deutschland zurückgeholt werden. Die Regierung ist auf den Schutz der…

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Pressemitteilung, 7. Juli 2025

Jeden Moment könnte es so weit sein, dass Mehmet Çakas abgeholt und in die Türkei ausgeliefert wird: Dort droht ihm Folter. Nun hat der kurdische Aktivist Verfassungsbeschwerde erhoben und ein einstweiliges Abschiebungsverbot beantragt. Çakas ist der erste Fall dieser Art, in dem deutsche Behörden eine Abschiebung vorbereiten. Der RAV fordert Behörden und Justiz deshalb dringend dazu auf, internationales Recht – insbesondere das Verbot der Folter – zu achten.

„Deutschland will einen Präzedenzfall schaffen und Kurd*innen, die hier wegen politischer Straftaten verurteilt wurden, in die Türkei abschieben“, verurteilt RAV-Geschäftsführer Dr. Lukas Theune die Pläne. „Das verletzt das Folterverbot und internationale Schutzstandards.“

Aktuell ist Çakas im niedersächsischen Uelzen inhaftiert.…

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FORTBILDUNGEN

30.10.26 10:00 - 16:00 - Online

Sem.Nr. 26-22 | RA Dr. Julian Richter | 5 Std. Seminarzeit gem. FAO

30.10.26 10:00 - 16:00 - Berlin

Sem.Nr. 26-GLI | RA Thorsten Deppner, RA Dr. Jasper Prigge | 5 Std. Seminarzeit gem. FAO

06.11.26 10:00 - 18:30 - Berlin

Sem.Nr. 26-17 | RA Klaus-Dieter Franzen | 7,5 Std. Seminarzeit gem. FAO

06.11.26 15:00 - 18:00 - Online

Sem.Nr. 26-23 | Thomas Straub | 2,5 Std. Seminarzeit gem. FAO

09.11.26 - 10.11.26 09:00 - 16:00 - Berlin

Sem.Nr. 26-34 | Rechtsanwalt Benjamin Raabe, Berlin

Fachanwaltskurs Migrationsrecht

06.11.26 - 30.04.27 10:00 - 18:00 - Berlin

Kurs in 7 Bausteinen zum Erwerb besonderer Kenntnisse gem. §§ 4, 14 p FAO ***Warteliste***

Fachanwaltskurs Strafverteidigung

11.09.26 - 21.03.27 10:30 - 17:00 - Hamburg

Lehrgang in 7 Bausteinen zum Erwerb besonderer Kenntnisse gem. §§ 4, 13 FAO *Warteliste*