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Mitteilungen

Offener Brief an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Bundestages, 20.7.2026

Sehr geehrte Abgeordnete des Deutschen Bundestages,
sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,

bereits im Januar 2025 haben sich über 600 Juristinnen und Juristen mit einem offenen Brief an Sie gewandt und die Einleitung eines Parteiverbotsverfahrens gegen die AfD gefordert. 

https://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/offener-brief-von-619-juristinnen-ein-verbotsverfahren-gegen-die-afd-hat-aussicht-auf-erfolg-1102

Mit dem am 25. Juni 2026 veröffentlichten rechtswissenschaftlichen Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF) müssen wir unserer Forderung erneut Nachdruck verleihen. Die bisweilen vorgebrachte Argumentation, es gäbe keine ausreichende Erkenntnislage für eine mögliche Verfassungswidrigkeit der AfD, ist mit dem Gutachten gegenstandslos geworden. 

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RAV-Stellungnahme, 08.07.2026

Stellungnahme des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins e. V. als sachkundigen Dritten gemäß § 27a Bundesverfassungsgerichtsgesetz im Verfahren: 1 BvF 1/18; 1 BvR 2271/18

Verfasser*innen: Rechtsanwältin Louisa Artmann und Tim Schilderoth, Ass. iur.

Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat den Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein e. V. (RAV) als sachkundigen Dritten i. S. d. § 27a Bundesverfassungsgerichtsgesetz(1) in dem Verfahren 1 BvF 1/18; 1 BvR 2271/18 geladen. Der RAV wurde insbesondere zum Verhandlungsabschnitt »Das Bayerische Polizeiaufgabengesetz in der polizeilichen Praxis« gehört. Die hier verschriftlichte Stellungnahme entspricht im Wesentlichen der am 7. Juli 2026 in der mündlichen Verhandlung vorgetragenen. Sie beruht auf im Juli 2026 geführten…

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Pressemitteilung, 07.07.2026

Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. (RAV) organisierte den Anwaltlichen Notdienst, der Demonstrationen begleitete und Demonstrierende im Falle von polizeilichen Maßnahmen unterstützte.

In vielen Situationen wurden durch die Polizei Grundrechte und Rechte von Betroffenen und Anwält*innen missachtet. Über viele Stunden wurde anwaltlicher Beistand nicht zugestanden. Unseren Kolleg*innen wurde der Zugang zu Demonstrierenden verwehrt. Der Ort der Gefangenensammelstelle wurde geheim gehalten. Bereitschaftsrichter*innen waren zeitweise nicht erreichbar. Es wurden Freiheitsbeschränkungen durchgeführt, ohne dass klar war, auf welcher Rechtsgrundlage diese erfolgten.

Unverhältnismäßige Polizeigewalt war leider an der Tagesordnung. Unter anderem drängte sich die Polizei durch…

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24.06.26

Verfasser: Thomas Jung, Rechtsanwalt und Notar a.D., Kiel

Vorbemerkung

Die Stellungnahme folgt im Aufbau der Nummerierung der Fragen. Als Anwaltsorganisation legt der RAV auch in dieser Stellungnahme seine Schwerpunkte auf juristische Aspekte. Die Stellungnahme verzichtet im Interesse der Allgemeinverständlichkeit auf einen umfangreichen Anmerkungsapparat. Dopplungen sind nicht vollständig vermeidbar. Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. wird im Folgenden mit RAV abgekürzt.

Den Fragen ist jeweils eine stichwortartige Überschrift zugeordnet.

1. Voraussetzungen für die Verfahrenseinleitung

„Liegen aus Ihrer Sicht die Voraussetzungen dafür vor, einen Antrag auf Einleitung eines Parteiverbotsverfahrens gegen die Alternative für Deutschland (AfD) als Ganzes oder gegen…

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Pressemitteilung, 23.06.2026

Der Chefkommentator und Ressortleiter Meinungsfreiheit der Tageszeitung „Die Welt“ kritisierte am 19.06.2026 in einem Kommentar eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin, das die Zurückweisung eines eritreischen Geflüchteten an der deutschen Grenze zu Polen für rechtswidrig erklärt hat. 

https://www.welt.de/debatte/plus6a33a280759a1e18f32ebe6b/illegale-migration-die-gerichte-sind-teil-des-problems.html 

Unter der Überschrift „Die Gerichte sind Teil des Problems“ behauptete er, eine „aktivistische Justiz“ verhindere „die Begrenzung der illegalen Massenmigration, anstatt bei der Rückkehr zu Recht und Ordnung zu helfen“. Die Berliner Richter „werden wohl stolz darauf sein, dass sie einmal mehr das heilige „Unionsrecht“, also die völlig dysfunktionale Dublin-Verordnung der EU gegen…

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14.6.2026, Jenaer Erklärung für eine offene Gesellschaft; Pressemitteilung

Mehr als 250 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sind vom 12. - 14. Juni 2026 in Jena unter dem Titel ‚Entgrenzt‘ zum ersten anwaltlichen Migrationstag in Jena zusammengekommen.

Am Sonntag, den 14. Juni verabschiedeten die Teilnehmer*innen auf der Abschlussveranstaltung die Jenaer Erklärung für eine offene Gesellschaft (s.u.).

Zuvor diskutierten die bundesweit angereisten Kolleg*innen aus der Anwält*innenschaft drei Tage lang in zwölf Workshops, sechs Podien und weiteren Veranstaltungen – auch mit Vertreter*innen der Wissenschaften und der Justiz - über aktuelle Frage- und Aufgabenstellungen in den verschiedensten Teilbereichen des Asyl- und Migrationsrechts. 
Dabei ging die Tagung bewusst über ein reines Fortbildungsformat hinaus – das Motto "entgrenzt" war hier durchaus doppeldeutig…

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Pressemitteilung vom 11. Juni 2026

Bundesweite Fachtagung bringt migrationsrechtliche Anwält*innenschaft aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen

Jena, 12. – 14. Juni 2026 – Erstmals kommt die migrationsrechtliche Anwält*innenschaft aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer eigenständigen Fachtagung dieser Größenordnung zusammen. Zu den Anwaltlichen Migrationsrechtstagen in Jena werden mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.
Die Tagung findet unter dem Titel „Entgrenzt“ zeitgleich mit dem Inkrafttreten der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) statt, die zu den umstrittensten migrationspolitischen Vorhaben der vergangenen Jahre zählt. Die Auswirkungen der Reform auf Rechtsschutz, Verfahrensgarantien und die anwaltliche Praxis werden daher einen der Schwerpunkte der Veranstaltung bilden.

Den…

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RAV-Stellungnahme vom 22.5.26

Stellungnahme des RAV zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt, Geschäftszeichen: IIIB7-611722#00002#0027

Verfasser*innen: Laura Leogrande und Petra Sußner

Vorbemerkung

Die Gesetzesnovelle zur Bekämpfung digitaler Gewalt trifft auf ein gesellschaftliches Phänomen, das längst kein Randproblem einzelner internetbezogener Konflikte mehr darstellt. Digitale Gewalt[1] ist Teil gesellschaftlicher Macht- und Ungleichheitsverhältnisse und betrifft insbesondere Frauen, queere Personen und andere marginalisierte Gruppen überproportional häufig. Eine Auseinandersetzung mit dem Gesetzesentwurf bedarf daher notwendigerweise auch einer feministischen und herrschaftskritischen Perspektive, die digitale Gewalt nicht lediglich als…

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Pressemitteilung, 21.5.2026

Heute, am 21. Mai 2026, wurde der „Grundrechte-Report 2026 – Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland“ in der Stiftung Forum Recht in Karlsruhe der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Jubiläumsausgabe des 30. Grundrechte-Reports behandelt die Gefährdung von Grund- und Menschenrechten im Jahr 2025. Im Angesicht zahlreicher nationaler und internationaler Krisen greifen staatliche Stellen „zu den Waffen“: Zum einen bewaffnet sich der Staat durch Sondervermögen mit Rekordausgaben für Militär und durch eine Stärkung der Bundeswehr – und greift dabei in Grundrechte der Bürger*innen ein. Zum anderen weiten Bund und Länder ihre Überwachungs- und Eingriffsbefugnisse für Polizei, Geheimdienste und andere Behörden aus, von Staatstrojanern über Datenanalysen mit Palantirs „Gotham“ bis zu…

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Dienstag, 12. Mai 2026, 18:00 Uhr, Littenstr. 9 Berlin

Angesichts der aktuellen Gefahren für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und die freie Advokatur laden wir den Bestsellerautor und RAV-Gründungsmitglied Prof. Dr. Dr. Ingo Müller ein, über seine wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Justiz in der NS-Zeit zu sprechen. 

  • Wie wurden jüdische Anwälte aus dem Beruf gedrängt?
  • Welche Folgen hatte das für die deutsche Justiz?
  • Was können wir heute tun, um eine Wiederholung der Geschichte zu verhindern?
 

Ingo Müller gelang im Jahr 1987 mit "Furchtbare Juristen - Die unbewältigte Vergangenheit der deutschen Justiz" ein Bestseller, der weit über die Fachpresse hinaus Aufsehen erregt hat. Der 1942 im Sudetenland geborene Jurist setzte sich für die Wiederaufnahme des Weltbühne-Prozesses ein, in dem militärkritische Journalisten wie Carl von…

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Neuer RAV-Podcast
 

Herzlich Willkommen zum ersten RAV-Podcast!

Wir wollen die vielfältige, wichtige Arbeit unserer Mitglieder im Verein sichtbar machen - und haben deshalb das Projekt RAV-Kamingespräche gestartet. 

In der ersten Folge lernt ihr den pensionierten Rechtswissenschaftler und RAV-Mitgründer Prof. Dr. Dr. Ingo Müller kennen. Warum wurde der RAV gegründet? Wie war die Vereinsgründung mit der Nachkriegsgeschichte verknüpft? Welche Figuren waren prägend? Und was haben Rotwein und Rauch in einem Privatkeller damit zu tun?

All das erzählt Ingo Müller im gemütlichen Gespräch bei Kaffee und Kuchen in seinem Wohnzimmer den beiden RAV-Aktiven Ulrich von Klinggräff und Lukas Theune

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Expert:innen-Anhörung am 21. Mai im DAV-Haus

Gemeinsame Veranstaltung von: Deutscher Anwaltverein (DAV), Neue Richter*innenvereinigung, Organisationsbüro der Strafverteidigervereinigungen, Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein, Vereinigung Berliner Strafverteidiger*innen:

am Donnerstag, 21. Mai 2026, 17.00 - ca. 19.00 Uhr
mit anschließender Gelegenheit zum Austausch bei Wasser & Wein
im DAV-Haus, Littenstraße 11, 10179 Berlin

Mit aktuellen Gesetzentwürfen des Bundesinnenministeriums und Bundesjustizministeriums sollen Strafverfolgungsorgane sowie Bundes- und Landespolizeibehörden erweiterte digitale und KI-gestützte Ermittlungsbefugnisse erhalten. Im Kern geht es um den automatisierten biometrischen Bildabgleich mit Daten aus dem Internet und die automatisierte verfahrensübergreifende Datenanalyse. Fachverbände sehen darin…

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Hybride Podiumsdiskussion, 27. Mai 2026, 19:00 Uhr in Berlin und per Zoom

Diese Podiumsdiskussion widmet sich einem hochaktuellen und zugleich brisanten Thema: dem Contempt of Court. Die Beispiele des Berliner Partizipationsgesetzes, der Luftreinhaltung, des Klimaschutzes und der Grenzkontrollen sind nur die bekanntesten eines sich in vielen Facetten zeigenden Problems. In jedem Fall handelt es sich um eine echte Herausforderung für die Demokratie und die Rechtsprechung.

Wir beleuchten die vielfältigen Erscheinungsformen des Phänomens, das sich vom individuellen Widerstand bis hin zu organisierten politischen Akten der Rebellion erstrecken kann. Welche moralischen, rechtlichen und politischen Implikationen entstehen, wenn Exekutivbehörden Gesetze ignorieren oder Gerichtsurteile nicht umsetzen? Und in welchem Spannungsfeld bewegt sich die staatliche Gewalt…

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FORTBILDUNGEN

11.09.26 10:00 - 14:30 - Berlin

Sem.Nr. 26-13 | RA Klaus-Dieter Franzen | 4 Std. Seminarzeit

16.09.26 10:00 - 13:30 - Online

Sem.Nr. 26-33 | Rechtsanwältinnen Maria Krasov, Roza Magomedova, Inga Schulz, Johanna Künne, Juristin Olga Gnezdilova | 3,5 Std. Seminarzeit gem. FAO

17.09.26 10:00 - 12:00 - Online

Sem.Nr. 26-21 | RA Junis Mustafa | 2,5 Std. Seminarzeit gem. FAO

26.09.26 10:00 - 17:00 - Berlin

Sem.Nr. 26-14 | Rain Dr. Anna Oehmichen und RA Sören Schomburg | 6 Std. Seminarzeit gem. FAO

02.10.26 - 04.10.26 17:00 - 14:00 - Düsseldorf

Sem.Nr. 26-15 | 12,5 Std. Seminarzeit gem. FAO

Fachanwaltskurs Migrationsrecht

06.11.26 - 30.04.27 10:00 - 18:00 - Berlin

Kurs in 7 Bausteinen zum Erwerb besonderer Kenntnisse gem. §§ 4, 14 p FAO ***Warteliste***

Fachanwaltskurs Strafverteidigung

11.09.26 - 21.03.27 10:30 - 17:00 - Hamburg

Lehrgang in 7 Bausteinen zum Erwerb besonderer Kenntnisse gem. §§ 4, 13 FAO *Warteliste*