Seminar muss leider ausfallen!
In den letzten Jahren hat es eine Reihe von spektakulären Fällen (vor allem in den USA) gegeben, in denen durch DNA-Beweise fälschlich Beschuldigte entlastet wurden. In vielen dieser Fälle spielte das fälschliche Wiedererkennen des Beschuldigten eine zentrale Rolle. Seit ca. 30 Jahren hat die internationale experimentalpsychologische Forschung zahlreiche spezifische Einflussfaktoren von Personenidentifizierungen aufgedeckt und zur Vermeidung von Falschidentifizierungen beigetragen. Diese unterschiedlichen Faktoren werden von Prof. Sporer beschrieben. Befunde zur Wahrnehmungssituation, zu gedächtnispsychologischen Grundlagen und Formen der Gegenüberstellung und Wahllichtbildvorlagen werden erläutert. Untersuchungen zum Beweiswert verschiedener Personengruppen (Kinder, alte Leute, PolizeibeamtInnen) und deren Bedeutung für die Beweiswürdigung werden ebenfalls vorgestellt.
Referent
Prof. Siegfried L. Sporer, Ph.D.
Prof. Sporer ist Leiter der Abteilung Sozial- und Rechtspsychologie der Justus-Liebig-Universität in Gießen und seit vielen Jahren in der Forschung zur Psychologie der Zeugenaussage tätig. Dabei hat sich der Referent insbesondere mit dem Beweiswert von Identifizierungen/Wiedererkennungen durch Augenzeugen befasst.
Kursort und Termin
Eine-Welt-Zentrum Heidelberg e.V., Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg
5.2.11 | 10:00 – 16:00 Uhr (5 Std. Seminarzeit)
Teilnahmebetrag
110,00 EUR RAV Mitglieder
160,00 EUR Nichtmitglieder
inklusive Mehrwertsteuer
