Die Fortbildungsveranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, welche Verteidigungsmöglichkeiten es gegen belastende Aussagen von Polizeibeamt_innen als Tatzeug_innen (Berufszeugen) gibt.
Es geht dabei nicht um die Vermittlung von Fragetechniken sondern um den Versuch, Handlungsoptionen zu entwickeln, die der besonderen Problematik von Polizeizeug_innen gerecht werden können. Ausgehend von den Kriterien der Rechtsprechung zur Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen und der Aussage-gegen-Aussage-Konstellation sollen Verteidigungsstrategien diskutiert werden, mit denen dem Gericht die Notwendigkeit einer kritischen Überprüfung dieser Aussagen und den Eigenarten dieser Zeugengruppe verdeutlicht werdenkönnen. Wie kann es gelingen, den Vertrauensvorschuss, den die Strafjustiz den Polizeizeug_innen entgegenbringt, zu erschüttern?
In diesem Zusammenhang werden u.a. Vorschläge für Beweisanträge und Erklärungen gem. § 257 StPO gemacht und Ideen zur Herangehensweise an die Befragung der Berufszeugen entwickelt.
Es werden mindestens zwei Referenten aus der „AG Berufszeugen“ in Berlin (RechtsanwältInnen Regina Götz, Ulrich v. Klinggräff, Franziska Nedelmann, Undine Weyers) anwesend sein und referieren.
Kursort und Termin
29.11.14 | 10:00-16:00 Uhr (5 Stunden Seminarzeit)
MakerHub, Große Bergstraße 160, 22767 Hamburg
Teilnahmebetrag
60,00 / 90,00 € für Berufsanfänger_innen bis 2 Jahre Zulassung mit RAV-Mitgliedschaft/ohne Mitgliedschaft
110,00 / 160,00 € RAV-Mitglieder/ Nichtmitglieder (jew. incl. MwSt)
Anmeldung Seminar Nr. 24/14 (PDF)
