Sie sind hier: RAV > FortbildungSeminare

Litigation PR und Krisenkommunikation im Strafverfahren

Christopher Hauss und Andreas Hennecke Seminar Nr. 15/13
Strafrechtliche aber auch zunehmend zivilrechtliche Konflikte üben einen großen Reiz auf die Medien aus und finden immer größere Aufmerksamkeit in einer breiten und kritischen, jedoch nicht fachlichen Öffentlichkeit (NSU-Prozess, "Jonny K.", "Kachelmann").
Öffentliche Vorverurteilungen von Beschuldigten oder Angeklagten sind an der Tagesordnung. Tendenziöse Berichterstattung kann damit selbst einen gewonnenen Prozess entwerten.
Täter und Opfer sind dem in der Regel hilflos ausgeliefert, erhoffen sich Unterstützung und professionellen Schutz durch ihre Rechtsanwält_innen.
Gleichzeitig haben die meisten Journalist_innen heute weder die Zeit noch die nötigen Vorkenntnisse, um sich eingehend mit rechtlichen oder wirtschaftsrechtlichen Fragen zu beschäftigen. Sie sind auf die Expertise von Rechtsanwält_innen angewiesen.
Strategische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hilft in Kombination mit presserechtlichen Instrumenten, den Ruf und die Privatsphäre der Mandant_innen zu schützen sowie die Prozessziele zu erreichen. Ob die Zusammenarbeit mit der Presse sinnvoll ist oder nicht und wie Pressekontakte gestaltet werden, hängt dabei allerdings von einigen wichtigen Faktoren ab. Die Fortbildung soll den Kolleg_innen zeigen, wie sie die Reputation und Privatsphäre ihrer Mandant_innen schützen, sowie eine ausgewogene Berichterstattung erreichen können.
Sie beinhaltet Grundzüge der Litigation PR und der Krisenkommunikation und bietet auch Raum für Fragen zu eigenen Verfahren. Dabei werden insbesondere folgende Fragen beantwortet: Wann und wie werde ich aktiv?
  • Wen spreche ich wie an?
  • Wie bereite ich mich auf mögliche Anfragen vor?
  • Welche Anfragen kann ich wie beantworten?
  • Handwerkszeug: wie funktioniert bspw. die Freigabe von Zitaten oder die Redaktion eines Interviews?

Referenten
Christopher Hauss, mfm - menschen für medien, Bereich Litigation PR.
Arbeitsschwerpunkte sind Unternehmenskommunikation und Krisenkommunikation insbesondere in Rechtsstreitigkeiten. Beratung von Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Regelmäßige Publikationen zu PR-Themen mit Rechtsbezug, Dozent an der Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) und an der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BAköV). Andreas Hennecke, RA, Tätigkeit zunächst in Düsseldorf, seit 2001 in Berlin. Anfänglicher Fokus auf Medienrecht, später Wechsel in den Bereich Wirtschafts- und Internationales Handelsrecht. Andreas Hennecke ist Gastdozent für Strafrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Kursort und Termin
GLS-Campus, Kastanienallee 82, 10435 Berlin
26.10.13, 10:00-16:00 Uhr (5 Stunden Seminarzeit) Teilnahmebeitrag
60,00 € für Berufsanfänger_innen bis 2 Jahre Zulassung mit RAV-Mitgliedschaft
90,00 € für Berufsanfänger_innen bis 2 Jahre Zulassung ohne RAV-Mitgliedschaft
110,00 € RAV-Mitglieder
160,00 € Nichtmitglieder (jew. incl. MwSt) Anmeldung (PDF)_Litigation PR und Krisenkommunikation im Strafverfahren