14:00 - 17:30 Uhr (Einführungsveranstaltung)
Ort: JurFak, Bebelplatz 1 (Kommode), 140/142 14:00 Allgemeine Einführung in das Thema für Studierende und Interessierte (akj-berlin)
In einer vom akj-berlin organisierten Einführung sollen zunächst die hinter der juristischen Betrachtung liegenden, historisch und rechtspolitisch herrschenden Vorstellungen zum Thema "Knast" reflektiert werden. 15:30 Anwaltliche Vertretung im Strafvollzug - ein Überblick (RA’in Ria Halbritter, RA Dr. Jan Oelbermann)
Die Referentin und der Referent sind aktive Mitglieder des Arbeitskreises Strafvollzug und seit Jahren in Vollzugs- und Vollstreckungsverfahren tätig. 18:00 – 21:00 Uhr
Ort: Grimm-Zentrum, Konferenzsaal
- Der Fall Insel, ein Dorf wehrt sich gegen zwei entlassene Sicherungsverwahrte - Annette Wilmes (Journalistin, Berlin)
- Verbrechensfurcht und mediale Wahrnehmung von Rückfallrisiken aus kriminologischer Sicht – Prof. Dr. Kirstin Drenkhahn (FU Berlin)
- „Lohn der Angst“ – Der Umgang mit Restrisiken und deren mediale Wahrnehmung
- Anschließend Umtrunk
10:00 Uhr
Ort: JurFak, Unter den Linden 9 (Altes Palais), Raum 213
- Festvortrag RiOLG Dr. Wolfgang Lesting (Oldenburg)
ReferentInnen: Kai Schlieter (taz Berlin), Lorenz Maroldt (Tagesspiegel), Prof. Dr. Tobias Singelnstein (FU Berlin) sowie ein ehemaliger Sicherungsverwahrter, Moderation: RA´in Dr. Ines Woynar (Hamburg) Kai Schlieter ist Soziologe und Sozialpädagoge und arbeitet als Redakteur bei der taz. Seit 1998 ist er als Journalist tätig, zuerst beim Südwestrundfunk, später als Parlamentskorrespondent der Thüringer Allgemeine in Berlin und als Autor für den Deutschlandfunk. Er ist Autor des 2011 erschienenen Buches „Knastreport. Das Leben der Weggesperrten“, in dem er sich u.a. mit der „Stimmungsmache auf Kosten von Menschen ohne Lobby, von Gefangenen, die bewusst zu Monstern stilisiert werden“, beschäftigt. Lorenz Maroldt, Politikwissenschaftler und Journalist, ist seit 2004 Chefredakteur des Tagesspiegels. Prof. Dr. Tobias Singelnstein lehrt Straf- und Strafverfahrensrecht an der FU Berlin. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Thema und ist u.a. Mitherausgeber der Zeitschrift „Neue Kriminalpolitik“. Sein Forschungsbereich umfasst u.a. Themenfelder wie "Sicherheit, soziale Konflikte und Regulation". 2. Die Angst vor dem positiven Gutachten – Rolle der Sachverständigen und ihre Bewertung durch die Gerichte Ort: JurFak, Bebelplatz 1, Raum 139a
ReferentenInnen: VRiKG a.D. Wolfgang Weißbrodt, forensisch-psychiatrischer Sachverständiger Dr. Karl Kreutzberg, Prof. Dr. Gaby Temme (Polizeiakademie Niedersachsen), Moderation: RA´in Dr. Annette Linkhorst VRiKG a.D. Wolfgang Weißbrodt war über zwei Jahrzehnte, das letzte davon als Vorsitzender, Richter am Kammergericht in dem vor allem für Vollzugs- und Vollstreckungssachen zuständigen 2. (bzw. 5.) Senat. Er hat die Rechtslandschaft des Berliner Strafvollzuges grundlegend geprägt. Dr. Karl Kreutzberg erstellt als Facharzt für Psychiatrie seit über drei Jahrzehnten u.a. kriminalprognostische Sachverständigengutachten für die Justiz. Er leitet seit 1984 als Chefarzt verschiedene (forensisch) psychiatrische Abteilungen, zuletzt im Krankenhaus des Maßregelvollzugs in Berlin Reinickendorf. Seit 2005 hält Frau Prof. Dr. Gaby Temme den Lehrstuhl für Kriminalwissenschaften/ Kriminologie an der Niedersächsischen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, Fakultät Polizei (seit 2007 Polizeiakademie Niedersachsen). Ihre Schwerpunkte liegen auf den Gebieten Restorative Justice, Abolitionismus, Strafvollzug, Gender und Konstruktivismus. 3. Was von den Ideen zur Neugestaltung der Sicherungsverwahrung noch übrig ist Ort: JurFak, Unter den Linden 9, Raum 210
Referenten: MDg Dr. Bernhard Böhm (BMJ, Berlin), Dr. Volkmar Schöneburg sowie ein ehemaliger Sicherungsverwahrter aus Bayern, Moderation: RA Sebastian Scharmer U.a. mit dem Brandenburger Justizminister Dr. Schöneburg diskutiert Ministerialdirigent Dr. Bernhard Böhm, zuständiger Unterabteilungsleiter u.a. für die Neuregelung der Vorschriften zur Sicherungsverwahrung im Bundesministerium der Justiz. Böhm ist seit 1992 im BMJ tätig und war als Leiter der zuständigen Abteilung bereits mit den zahlreichen vorangegangenen Neuregelungen zur Sicherungsverwahrung beschäftigt. 4. „Architektur der Abschreckung“ – Wie Knast gesellschaftliche Normalität konstruieren soll Ort: JurFak, Bebelplatz 1, Raum 326
ReferentInnen: N.N., Moderation: akj-berlin Wer über Gefangene redet, muss sich auch über die Funktion von Gefängnissen Gedanken machen. Konzepte des Wegsperrens oder der Resozialisierung zielen dabei nicht nur auf eine Verhaltenssteuerung von Häftlingen. Sie prägen auch unsere Vorstellungen von gesellschaftlicher Normalität. Indem durch die Existenz von Haftanstalten ein Ort geschaffen wurde, an dem das wie auch immer für "abnorm" erklärte Individuum seinen Platz erhält, konstituiert sich eine Gesellschaft auf der Möglichkeit zur Exklusion abweichenden Verhaltens. In diesem vom akj-berlin organisierten Workshop soll der Frage nachgegangen werden, welche Auswirkungen dieses Konzept für die Haftbedingungen von Gefangenen hat. 13:00 - 14:00 Uhr Mittagspause14:00 -16:00 Uhr Podium
Ort: JurFak, Unter den Linden 9 (Altes Palais), Raum 213 Abschlussdiskussion über die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaften mit Dr. Schöneburg, MR Dr. Böhm, VRiKG a.D. Weißbrodt, RiOLG Dr. Lesting, Prof. Dr. Singelnstein, Kai Schlieter, Lorenz Maroldt, Moderation: RAin Ursula Groos Schriftliche Anmeldung mit Angaben zu Email- und Postanschrift bitte ausschließlich über den RAV:
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. (RAV)
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
Telefon: 030 - 417 235 55
Telefax: 030 - 417 235 57
kontakt@rav.de Anmeldung: 2.Berliner Gefangenentage (PDF zum ausdrucken)Teilnahmegebühr für beide Tage:
Mitglieder (RAV oder Vereinigung Berliner Strafverteidiger e.V.): 60 €
Nichtmitglieder: 90 €
Studierende und Referendare kostenfrei
Überweisung des Teilnahmebeitrags bitte erst nach Rechnungsstellung unter Angabe der Rechnungsnummer
Der Tagungsbeitrag beinhaltet die Teilnahme an allen Veranstaltungen und die Tagungsgetränke. Bei einer vollständigen Teilnahme an der Tagung wird eine Bescheinigung über 6 Stunden nach § 15 FAO ausgestellt. Tagungsorte
Humboldt-Universität zu Berlin
- Grimm-Zentrum, Geschwister-Scholl-Str. 1
- Juristische Fakultät, Unter den Linden 9
S- & U- Bahnhof Friedrichstraße oder Bushaltestelle Staatsoper (Linien 100, 200, TXL) Flyer (PDF) Weitere Informationen: www.arbeitskreis-strafvollzug.de Gefördert durch die Holtfort-Stiftung
