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Festschrift-Endspurt trotz COVID-19

(Vor)Letzte Möglichkeit zum Kauf der RAV-Erstausgabe

Volker Eick

Als wir gewahr wurden, dass wir 40 Jahre alt werden würden, dachten wir an eine Festschrift mit Beiträgen aus dem Verein und von Befreundeten. Die dazugehörigen Überlegungen waren, ›Was wollen wir inhaltlich?‹, ›Nützt das dem RAV?‹, ›Ist eine Festschrift ein denk- und umsetzbares Vehikel?‹, ›Wen wollen wir erreichen?‹, ›Wie ist der Aufwand einzuschätzen?‹, ›Was würde das kosten?‹, ›Wie sind die Kosten zu kalkulieren?‹, ›Wird die Mitgliedschaft das schätzen, gar würdigen, oder verfluchen?‹, ›Wird das gelesen – und wenn, wann und von wem?‹, ›Ist das ein guter Weg, Öffentlichkeit für und zum RAV herzustellen‹?

Das waren so die Fragen und impliziten Ziele, die erstmals im Juni 2018 im Vorstand so diskutiert wurden, dass wir einen einstimmigen Beschluss zu einer Festschrift und zur Veranstaltung eines Festes herbeiführen konnten (vgl. dazu den Beitrag in diesem Heft, S. 118ff). Es war auch die letzte RAV-Vorstandssitzung mit Martin Lemke, bevor er so schwer erkrankte, dass er nicht mehr arbeiten konnte und im April 2019 verstarb.  Die Festschrift haben wir unserem Freund und Kollegen Martin gewidmet.
Seit November 2019 liegt der Band nunmehr vor. Von unserer Auflage, die wir an Mitglieder zum Preis von 18,- EURO abgeben können, ist der größte Teil, wie es in der Branche heißt, ›abverkauft‹. Wir wollen daher hier die Mitgliedschaft an die Möglichkeit erinnern, den Band – noch als Erstauflage – in der Geschäftsstelle zu bestellen.(1)

COVID-19 UND DIE FESTSCHRIFT

Die Anfrage an Autorinnen und Autoren, die Absprachen mit dem Verlag sowie die finanziellen Überlegungen waren im März 2019 soweit gediehen, dass der Produktionsprozess anlaufen konnte. Etwa zeitglich erschien ein epidemiologischer Fachbeitrag von Wissenschaftlern um den Virologen Peng Zhou aus Wuhan, der sich nach den MERS- (2012) und SARS-Epidemien (erstmals 2003) mit dem möglichen Ausbruch einer weiteren Corona-Epidemie in China auseinandersetzt(2)– ein Schweizer Facharztartikel spricht von sechs weiteren Warnhinweisen bis zum Ausbruch von COVID-19.(3) Neun Monate, nachdem Zhou und seine Kollegen vorhergesagt hatten, dass es nicht um das Ob, sondern nur noch um das Wann gehe, beginnt die Epidemie: Sylvester 2019 meldet China den Ausbruch einer Corona-Krankheit mit 27 Schwerkranken in der Region Wuhan an die WHO.
Von dem weitgehenden shut down seit März 2020 in Folge von COVID-19 war auch der stationäre Buchhandel betroffen– außer in Berlin, wo die Branche dem Rechtsanwalt und Kultursenator Klaus Lederer erfolgreich die ›Systemrelevanz‹ ihrer Tätigkeit darlegen konnte. Die von uns versandten 20 Rezensionsexemplare haben bisher nur zu drei Besprechungen geführt – das ist mit Blick auf unsere Ziele ärger- und bedauerlich.
Dass wir dennoch mehr als zwei Drittel der Auflage verkaufen konnten, zeigt uns, dass das Buch auf ein von uns erhofftes Interesse stößt – das erfreut uns sehr!

Volker Eick ist Politikwissenschaftler und Mitglied im erweiterten Vorstand des RAV.

(1)    Wir planen keine zweite Auflage; der Band wird nachfolgend daher nur über den Verlag Westfälisches Dampfboot zu höherem Entgelt zu beziehen sein.
(2)    Yi Fan, Kai Zhao, Zheng-Li Shi & Peng Zhou, Bat Corona­viruses in China, in: Viruses, 11(3) #210, 2019, S. 1-14.
(3)    Vgl. Paul Robert Vogt, COVID-19 – eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen, in: Die Mittelländische, 7. April 2020, www.mittellaendische.ch/2020/04/07/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen/ [04.05.2020].