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Norddeutschland, der NSU und rechter Terror:
Eine Veranstaltung zum NSU-Komplex, Rassismus und Justiz

Einladung zum Hearing am 4.11.2016

Einladung zum Hearing am 4.11.2016 in Hamburg

Es diskutieren u.a.:

Ibrahim Arslan (Überlebender des Brandanschlags von Mölln)
Prof. Dr. Rafael Behr (FH der Akademie der Polizei Hamburg)
Hans-Ernst Böttcher (Präsident i.R. des Landgerichts Lübeck)
Kemal Dogan (Ramazan Avci Initiative)
Ayșe Güleç (Initiative 6. April / Tribunal „NSU-Komplex auflösen)
Gabriele Heinecke (Rechtsanwältin, Hamburg)
Alexander Hoffmann (Rechtsanwalt, Nebenklagevertreter für Betroffene des NSU-Anschlags in der Keupstraße)
Caro Keller (NSU Watch)
Alexander Kienzle (Rechtsanwalt, Nebenklagevertreter der Familie von Halit Yozgat)
Kirsten Kirstein (Rechtsanwältin, Nebenklagevertreterin der Familie von Süleyman Tașköprü
Dirk Laabs (Journalist, Autor „Heimatschutz)
Dr. Vassilis Tsianos (Fachhochschule Kiel)

Termin & Ort
4. November 2016, 14:00 bis 21:00 h
Gewerkschaftshaus | Besenbinderhof 57a | 20097 Hamburg

Das Hearing „Norddeutschland, der NSU und rechter Terror“ rückt am 5. Jahrestag der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) eine Region in den Mittelpunkt, die bei allen bisherigen Aufklärungsbemühungen im NSU-Komplex das Schlusslicht bildet.

Überlebende, Nebenklagevertreter_innen der Betroffenen, Wissenschaftler_innen und unabhängige Projekte, die Betroffene rechter und rassistischer Gewalt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein unterstützen, diskutieren über Aufklärungsblockaden im NSU-Komplex, die Praxis der Strafverfolgungsbehörden, die Forderungen der Betroffenen und die Konsequenzen des rasanten Anstiegs rassistischer und rechter Gewalt im Alltag.

Der Brandanschlag von Mölln, die ungesühnten Morde an zehn Bewohner_innen des Flüchtlingsheims in der Lübecker Hafenstraße 1996 und die Frage nach Unterstützer_innen des NSU-Kerntrios in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern stehen ebenso im Mittelpunkt des Hearings wie die gesellschaftlichen Diskurse, die vor Ort zu einer Entsolidarisierung mit den Betroffenen alltäglicher rechter Gewalt beitragen. „Man kann über den NSU-Komplex, und rechten Terror nicht reden, ohne die in Norddeutschland fest verankerten neonazistischen Netzwerke und institutionellen Rassismus und dessen Auswirkungen zu untersuchen“, sagt Dr. Christian Staffa , Sprecher der „Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus“, die das Hearing unterstützt.

Veranstalter:
Evangelische Akademie zu Berlin

Unterstützt durch:
Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg
empower – Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
LOBBI – Beratung für Betroffene rechter Gewalt Mecklenburg-Vorpommern
zebra – Zentrum für Betroffene rechter Angriffe e.V. Schleswig-Holstein
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. (RAV)
NSU Watch

Das ausführliche Programm des Hearings findet sich hier:
www.eaberlin.de/seminars/data/2016/kul/vorsicht-ende-des-demokratischen-sektors

Kontakt:
Für den Veranstalter steht Dr. Christian Staffa für Fragen zur Verfügung
030.203 55 – 411  |  staffa@eaberlin.de

Für den RAV steht Rechtsanwalt Alexander Hoffmann für Fragen zur Verfügung
0171.3284816  |  info@anwalthoffmann.de

PE_Einladung zum Hearing (PDF)


| 01.11.2016
Lupe