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Why the NSU Case Matters: Structural Racism in Europe

Kategorie: Insight NSU

>Insight NSU< Veranstaltungsreihe

Zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und NSU Watch entwickelte der RAV eine Veranstaltungsreihe zum strukturellen Rassismus in Europa vor dem Hintergrund des NSU-Prozesses in München (vgl. dazu unten den Hintergrund).

Die erste Veranstaltung findet am Freitag, dem 14. November 2014 statt. Achtung! Es handelt sich um eine Vormittagsveranstaltung, 10:00 Uhr!

Eingeladen ist aus Großbritannien Liz Fekete, Executive Director des Institute for Race Relations (IRR). Sie spricht zu der Frage "Why the NSU Case Matters: Structural Racism in Europe" - die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Ebenfalls eingeladen ist u.a. unser RAV-Mitglied Antonia von der Behrens, die als Nebenklagevertreterin im NSU-Verfahren tätig ist und darüber berichten wird.

Details:

14. November 2014, 10:00 Uhr
Humboldt Universität zu Berlin
Institut für Sozialwissenschaften
Universitätsstrasse 3b
10117 Berlin

Einladungssflyer (PDF)

«Insight NSU»
Die Diskussion über den strukturellen Rassismus der Polizeibehörden bei den Ermittlungen zur NSU-Mordserie und die verhängnisvolle Beziehung zwischen Geheimdiensten und neonazistischen Strukturen durch sogenannte V-Leute ist bislang nur am Rande und vorwiegend aus deutscher Perspektive geführt worden. Die Veranstaltungsreihe «Insight NSU» will diese Lücke schließen.
Die Reihe beginnt am 14. November 2014 mit Liz Fekete vom Londoner Institute of Race Relations (IRR). Fortgesetzt wird sie ab Januar 2015 mit Gästen aus Griechenland (u.a. zum Prozess gegen führende Funktionäre der faschistischen Partei Chrysi Avgi/Goldene Morgenröte), Nordirland (u.a. zur Rolle des britischen Sicherheits- und Militärapparats und protestantischen Paramilitärs im nordirischen Bürgerkrieg), Ungarn (u.a. zum Prozess gegen Neofaschisten wegen der Morde an sechs Roma) und der Türkei (u.a. zum Prozess gegen die Mörder des armenischen Journalisten Hrant Dink und die Rolle der Polizei).

Liz Fekete
Why the NSU Case Matters: Structural Racism in Europe

Across the EU, there is a crisis in governance, and politicians are increasingly seen as unaccountable elites removed from the fears of ordinary people in a rapidly changing and less secure globalised world. It is the far-right and anti-immigration movements that are beneftting from this crisis, argues Liz Fekete in a talk which will also focus on the growth of an un-democratic and unaccountable Security State. Taking the fght to establish the truth in the NSU case as the model for all future citizen campaigns across Europe, she will argue that only a concerted struggle against all forms of racism (popular, institutional, State) and fascist terror can guarantee Europe‘s democratic future. Before coming to Berlin, Liz Fekete, Executive Director of the IRR and head of its European Research Programme, will visit the trial in Munich for a second time.
With Prof. Dr. Gökce Yurdakul, Head of Department Diversity and Social Confict; Antonia von der Behrens, Lawyer for the Co-Plaintiffs; Liz Fekete, Executive Director of the IRR
Moderation: Dr. Birgit zur Nieden, Assistant Professor at the Department Diversity and Social Confict, Humboldt-Universität zu Berlin

(s.a. Liz Fekete: Rechte Gewalt in Europa, Das Konzept der Anti-Extremismus schwächt den antifaschistischen Widerstand; Standpunkte 17/2014 der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Soundcloud

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Die nächste Veranstaltung in der Reihe "Insight NSU" findet am 23.1.2015 um 19:30 im Taz-Café, Rudi-Dutschke-Str. 23, 10969 Berlin statt:

"Der NSU-Komplex im Lichte nordirischer Erfahrungen".
Diskussion mit Daniel Holder, Belfast

Während des Nordirlandkonflikts haben Polizei und Geheimdienste immer wieder Informanten in paramilitärische Gruppen eingeschleust und deren Verwicklung in schwere Straftaten – auch Mord – gesteuert, erleichtert oder toleriert. Seit dem Karfreitagsabkommen ist die Zusammenarbeit von Sicherheitskräften und protestantischen Paramilitärs immer wieder Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzungen.

Daniel Holder ist stellvertretender Direktor des «Commitee on the Administration of Justice» (CAJ) in Belfast, das sich dafür einsetzt, dass die Regierung ihrer Verantwortung für die Umsetzung internationaler Menschenrechte in Nordirland nachkommt. Daniel Holder wird zwei Tage den NSU-Prozess in München beobachten und anschließend in Berlin vor dem Hintergrund der Erfahrungen in Nordirland das Zusammenwirken von Sicherheitsbehörden und Neonazis im Fall des NSU-Komplexes kommentieren.

Moderation: Prof. Juliane Karakayali

Flyer 23.1.2015 (PDF)

 

 


| 05.11.2014
Lupe