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Was passiert in den Berliner Knästen?

15.12.2016: Podiumsgespräch zur Situation in den Berliner Strafvollzugsanstalten

Zurzeit sitzen 4.122 Männer, Frauen und Jugendliche – einschließlich Untersuchungsgefangene (Stand: 9.11.2016) in den Berliner Justizvollzugsanstalten. Die Berliner Gefängnisse sind mit Quoten von durchschnittlich 89% belegt bzw. überbelegt. Am drastischsten ist die Situation in der JVA Moabit mit 102%, der JVA Plötzensee mit 105% und der JVA für Frauen mit 126 % Belegung.

Von der Situation hinter Gittern, die durch schwache Personalausstattung im Strafvollzugsdienst geprägt ist, bekommt die Berliner Öffentlichkeit in der Regel nichts mit. Außer, die Normalität des Vollzugs wird unterbrochen durch Revolten bzw. Skandale wie den aktuellen Korruptionsvorwürfen gegen Justizbedienstete in der JVA-Tegel. Dabei zeigt sich das wahre Gesicht einer Gesellschaft besonders im Umgang mit denen, die aus der Reihe tanzen bzw. von denen der Staat glaubt, diese wegsperren zu müssen.

Podium:
- Von den aktuellen Skandalen in der JVA-Tegel berichtet Oliver Rast (Gefangenengewerkschaft)
- Dieter Wurm (Ex-Expilator) spricht über die Situation der Sicherungsverwahrten und den Alltag in der JVA-Tegel
- Rechtsanwalt Dr. Olaf Heischel ist Vorsitzender des Berliner Vollzugsbeirats.
Moderation: Fabian Kunow (Helle Panke e. V.)

Termin:
Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19:00 bis 21:00 Uhr in Berlin

Veranstaltungsort:
Rosa-Luxemburgstiftung
Seminarraum 1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Eintritt:
2,00 Euro; ermäßigt 1,00 Euro

Eine Kooperationsveranstaltung von Helle Panke e. V., dem Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein e. V. (RAV) und der RLS.


| 22.11.2016
Lupe